Musikalisch-literarischer Abend

20.08.2011, 19:00

Antje Schneider
(Texte, Lesung)
Martin Schneider
(Texte, Lesung)
Gabriele Müller (Musik, Klavier)
Buch- und Musikalienhändlerin. Arbeit beim Rundfunk und der Deutschen Schallplatten GmbH Berlin Studium der Germanistik und Musikwissenschaft in Halle. Theatertätigkeit (Opernregisseur). Professor für Szenischen Unterricht an der Hochschule für Musik „Hans Eisler“, Berlin Studium an der Hochschule für Musik „Hans Eisler“, Berlin. Staatsexamen für Klavier. Diplome für Musiktheorie und Musikpädagogik. Klavierdozentin an der Pädagogischen Hochschule Potsdam; Solokorrepetitorin am Theater Stralsund. Lehrauftrag an der Hochschule für Musik „Hans Eisler“, Berlin, und an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“, Dresden. Kammerkonzerte. Begleitung von Liederabenden.

 

Ich spiele hier viel mehr als zu Hause, unter vier Stunden selten, zuweilen sechs, ja wohl gar acht Stunden. Alle Nachmittage macht Goethe das Streichersche Instrument mit den Worten auf: ‚Ich habe dich heute noch gar nicht gehört, mache mir ein wenig Lärm vor’, und dann pflegt er sich neben mich zu setzen, und wenn ich fertig bin (ich phantasiere gewöhnlich), so bitte ich mir einen  Kuß aus, oder nehme mir einen. Von seiner Güte und  Freundlichkeit macht Ihr Euch gar keinen Begriff, ebensowenig von dem Reichtum, den der Polarstern der Poeten an Mineralien, Büsten, Kup-ferstichen, kleinen Statuen, großen Hand-zeichnungen usw. usw. hat. Daß seine Figur imposant ist, kann ich nicht finden, er ist eben nicht viel größer als Vater. Doch seine Haltung, seine Sprache, sein Name, die sind imposant. Einen ungeheuren Klang der Stimme hat er, und schreien kann er, wie zehntausend Streiter...“

Felix Meldelssohn Bartholdy an seine Eltern, Weimar, (nach dem 12.) November 1821

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