Vortrag: "Organspende: dein Tod, mein Leben?"

21.11.2013, 19:00

Referentin: Dr. Vera Kalitzkus

 

Die Transplantationsmedizin ist heute eine etablierte Operationsmethode. Die dafür notwendige Organspende allerdings berührt Grundfragen der menschlichen Existenz:

Was macht einen Menschen aus - sein Denken oder auch seine leib-seelische Präsenz? Wann ist ein Mensch tot? Kann es einen Tod bei lebendigem Leib geben? Welche Bedeutung hat die Sterbephase und die Unversehrtheit des Leichnams? Eine Organentnahme greift tief in die letzte Sterbephase eines Menschen ein. Sie wirkt sich auch auf Abschiednehmen und Trauer der Angehörigen aus.

Die Grundlage für eine informierte Entscheidung ist die Beschäftigung mit den gesellschaftlichen, psychologischen und medizinischen Hintergründen von Organspende.

 

Dr. Vera Kalitzkus
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Allgemeinmedizin der Universität Düsseldorf und freiberuflich als Mentorin für Wertorientierte Persönlichkeitsbildung/WOP® nach Dr. Uwe Böschemeyer tätig. In einem mehrjährigen Forschungsprojekt hat sie sich mit den kulturellen Hintergründen von „Organspende“ befasst und das Erleben direkt Betroffener untersucht. Auf dieser Forschung beruht ihr Buch: „Dein Tod, mein Leben. Warum wir Organspenden richtig finden und trotzdem davor zurückschrecken“ (Suhrkamp 2009).


Haus der Stiftung

Ort: Brückenstraße 15 in Waldshut

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