Vortrag: „Die Pflegeversicherung in der Krise – Reformansätze für die Soziale Pflegeversicherung auf dem Prüfstand“

07.04.2011, 19:00

tl_files/stollvita/user/bilder/Hackmann.pngDiplomvolkswirt Tobias Hackmann

ist Mitarbeiter am Institut für Finanzwissenschaft der
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und an dem dort
angesiedelten Forschungszentrum Generationenverträge.
Sein Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind das Pflege-
Versicherungssystem und der Pflegesektor als Arbeitsmarkt.

 

 

 

 


In der gesetzlichen Pflegeversicherung werden in nächster Zukunft die Überalterung
der Gesellschaft, die steigenden Kosten für das notwendige und
qualifizierte Personal und der absehbare Personalmangel einschneidende
Reformen dringend erforderlich machen.
Im Vortrag werden die einzelnen Einflussgrößen auf der Ausgaben- und auf der
Einnahmenseite der Pflegeversicherung dargestellt. Reformansätze werden
vorgeschlagen, wie eine solide Finanzierung der Pflege erreicht werden kann.

 

„Die langfristige Finanzierbar-keit der deutschen Staatshaus-halte ist angesichts des sich ra-pide zuspitzenden doppelten Alterungsprozesses nicht mehr gewährleistet. Alle in Bismarck-scher Tradition entworfenen Sicherungssysteme fußen auf dem gleichen Prinzip, dem Ge-nerationenvertrag, und haben das gleiche langfristige Pro-blem: Immer weniger tenden-ziell gesunde Junge finanzieren immer mehr Alte, die immer äl-ter werden und deren Krank-heits- bzw. Pflegebedürftig-keitswahrscheinlichkeit deutlich zunimmt. Die sich daraus erge-benden zukünftigen Finanzie-rungslücken machen drastische Leistungskürzungen unum-gänglich, es sei denn, man mu-tet künftigen Generationen So-zialversicherungsbeiträge in der Größenordnung von über 60 Prozent zu…..“

B. Raffelhüschen


Im Haus der Stiftung
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