Vortragsreihe „Tierphilosophie“

05.05.2011, 18:30

tl_files/stollvita/user/bilder/Hans-Johann Glock.PNGReferent:       Prof. Dr. Hans-Johann Glock

Philosophisches Seminar der Universität Zürich
& Hanse Wissenschaftskolleg Delmenhorst

 

„Die Titelfrage beschäftigt die Gemüter mehr denn je, wegen der jüngsten Entdeckungen der Verhaltensforschung einerseits und der Debatte um unsere moralische Verpflichtung gegenüber Tieren andererseits. Dabei kann die Frage nicht einfach unter Verweis auf unsere biologische Verwandtschaft mit den Tieren beantwortet werden. Zunächst sind verschiedene Formen des Denkens zu unterscheiden. Auf dieser Grundlage baut eine These auf, die sowohl in der Philosophie als auch in den Verhaltenswissenschaften populär ist. Ihr zufolge können Tiere deshalb nicht denken, weil Denken Begriffe voraussetzt und Begriffsbesitz wiederum den Besitz von Sprache. Beide Schritte dieses Arguments dürfen jedoch bezweifelt werden Es gibt Formen des Denkens, die nicht an Begriffe gebunden sind. Außerdem ist es prinzipiell möglich, auch ohne Sprache begrifflich zu klassifizieren, was z. B. Menschenaffen und Delphine auch tatsächlich tun.“

 

Im Haus der Stiftung

Brückenstr. 15
79761  Waldshut
07751-84 220

StollVITAStiftung@sedus.de

Zurück